Glossar / Stichwortverzeichnis
A
kennzeichnet den Spannungs-, Strom- oder Durchflutungswert, bei dem ein Reedschalter oder Reedrelais wieder öffnet. Dieser wird gemessen in V, A oder AW. Ansprechzeit ist die Zeit in ms vom Einschalten der Spulenspannung bis zum Schalten des Reedkontaktes. Anzugsspannung ist die Spannung an der Spule eines Reedrelais bei der die Schaltkontakte schalten.
ist die Zeit in ms vom Einschalten der Spulenspannung bis zum Schalten des Reedkontaktes.
ist die Spannung an der Spule eines Reedrelais bei der die Schaltkontakte schalten.
bestimmt den Temperaturbereich in dem ein Reedschalter, ein Reedsensor oder ein Reedrelais sicher arbeitet. Unsere Angaben in den Datenblättern ist für eine Umgebungs-Temperatur von 20°C.
ist die englische Bezeichnung des AW-Wertes. Er definiert die magnetische Empfindlichkeit eines Reedschalters. Er berechnet sich aus der Anzahl der Windungen der magnetischen Spule mal dem Stromfluss durch die Spule bei der der Reedkontakt schaltet.
ist die deutsche Bezeichnung des AT-Wert
D
definiert die Spannung, ab der zwischen den geöffneten Kontaktzungen des Reedschalters ein Durchschlag erfolgt.
E
ist eine Bezeichnung für unlegierte und legierte Stähle mit besonderem Reinheitsgrad. Er wird oft als Gehäusewerkstoff verwendet für Produkte, an die besondere Eigenschaften gestellt werden, wie z.B. hohe Temperaturbeständigkeit, hohe chemikalische Beständigkeit.
ist der Bereich des Reedschalters, in dem die Anschlussdrähte bzw. Kontaktzungen in den Glaskörper eingeschmolzen sind.
verhindert bei einem Relais das Übersprechen von Signalen zwischen der Spule und einem oder mehreren Kontakten. Der Schirm besteht in der Regel aus Kupfer und ist an einer oder mehreren Stellen herausgeführt.
bezieht sich auf den Anzugs- und Abfallpunkt eines Reedschalters und wird üblicherweise in AW (AT) angegeben.
ist die Verminderung der magnetischen Kraft eines Magneten. Dies erfolgt durch ein Gegenfeld, Temperatureinfluss oder radioaktive Strahlung.
H
ist die Spannung an einer Relaisspule, die benötigt wird, um einen Reedschalter noch geschlossen zu halten.
ist der Strom durch eine Relaisspule, der benötigt wird, um einen Reedschalter noch geschlossen zu halten.
sind Reedschalter mit einem dünnen Quecksilberfilm über den Kontaktzungen. Hierdurch erreicht man prellfreies Schalten, eine hohe Belastbarkeit bei langer Lebensdauer und einen geringen, über die Lebensdauer konstanten Kontaktwiderstand.
haben einen sehr hohen Isolationswiderstand von bis zu 100 TOhm. Sie dienen unter anderem zum Schalten von Spannungen im Nanovolt-Bereich oder zum Schalten von Femto-Ampere.
eines Reedschalters ist die Differenz zwischen Ansprech- und Abfalldurchflutung in einer Testspule. Die Hysterese wird oft auch als Verhältnis des Abfallwertes zum Ansprechwert in % angegeben. Die Hysterese hängt vom Aufbau des Reedschalters ab. (Kontaktzungenbeschichtung, Beschichtungsdicke, Kontaktzungengeometrie).
I
Die IP-Codes definieren den Schutzgrad gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser. Somit können Sie einschätzen, wie gut dieses Produkt für verschiedene Umgebungen geeignet ist.
ist der Spannungswert, der die Isolation eines geöffneten Kontaktes, zwischen zwei Kontakten, zwischen Kontakt und Wicklung oder zwischen Kontakt und Abschirmung bzw. leitfähigem Gehäuse definiert.
ist der Gleichstromwiderstand in Ohm, gemessen am geöffneten Kontakt oder bei einem Relais auch zwischen Kontakt und Wicklung bzw. Kontakt und Abschirmung. Die Messung erfolgt üblicherweise mit 100 V/DC.
K
eines Reedschalters wird gemessen an den geöffneten Kontakten. Die Werte liegen im Bereich von 0,1 … 1,0 pF. Die geringe Kontaktkapazität ist ein besonderes Merkmal von Reedkontakten.
benennt einen Aufbau mit Kontaktzungen die zur Funktion eines Reedschalters oder elektromechanischen Relais notwendig sind. Ein Kontakt hat immer mindestens zwei Kontaktzungen, die symmetrisch oder auch asymmetrisch im Glaskörper liegen können.
definiert die zulässige Schaltleistung, die sich als Produkt aus Schaltstrom und Schaltspannung ergibt.
Reedkontakte und Reed-Sensoren haben unterschiedliche Kontaktarten (Schließer, Öffner, Wechsler, …)
ist der Abstand zwischen den Schaltzungen im geöffneten Zustand.
spezifiziert den Strom, den der Reedschalter schalten kann, ohne Schaden zu nehmen oder eine Einschränkung der Lebensdauer zu erfahren.
beschreibt die eingesetzte Kontaktvariante (Form A: Schließer, Form B: Öffner, Form C: Wechsler)
ist die Situation, in der die Kontaktzungen infolge elektrischer Überlastung des Reedschalters dauerhaft miteinander verschweißt sind. Hierdurch ist die Schaltfunktion nicht mehr gegeben, der Kontakt hat dauerhaft Durchgang.
ist der elektrische Widerstand eines geschlossenen Schalters. Er wird gemessen nachdem der Kontakt sicher geschlossen hat. Der Kontaktwiderstand eines Reedschalters beträgt typischerweise zwischen 50 bis 100 mOhm.
sind schaltungstechnische Maßnahmen, um den Strom bzw. die Spannung während des Schaltvorgangs zu begrenzen.
aus verschiedenen Materialien wie PA, PP, PBT, usw. dienen als Schutzumhausung für die Schaltelemente.
L
bedeutet das Schließen und Öffnen eines Reedschalters mit vernachlässigbar kleinem Strom und kleiner Spannung.
ist ein unbeabsichtigter Fehlerstrom über den geöffneten Kontakt oder zwischen Kontakt und Wicklung.
M
ist ein Körper, den ein permanentes magnetisches Feld umgibt. Wird er in die Nähe eines Reedschalter gebracht, so schaltet der Reedkontakt infolge des magnetischen Flusses (berührungsloses Schalten).
zeigen die Richtung und Größe des magnetischen Feldes an. Magnetfeldlinien können als konzentrische Kreise dargestellt werden, die aus dem Nordpol des Magneten austreten und in den Südpol eintreten.
befindet sich am Ende eines Magneten. Hier ist die Feldliniendichte am größten, und hier ist auch die Magnetkraft am stärksten (Nord- und Südpol eines Magneten).
besteht aus ferromagnetischem (magnetisch leitfähigem) Material und liegt in der Regel über der Spule eines Relais. Hierdurch wird die magnetische Durchflutung innerhalb der Wicklung verstärkt und nach außen hin weitgehend abgeschirmt. Er trägt zur sicheren Schaltfunktion bei und bietet gleichzeitig Schutz vor äußeren Magnetfeldern.
N
ist die definierte, ideale Spannung für den Betrieb einer Spule (eines Relais).
O
ist definiert als I=U/R. Der elektrische Strom I wird ermittelt als Quotient aus angelegter Spannung U und dem Widerstand R im Stromkreis.
P
wird auch die Schaltzunge eines Reedschalters genannt. Es werden immer mindestens 2 Paddel benötigt, um ein Schaltelement zu realisieren.
R
definiert den Abstand der einzelnen Anschlusspins zueinander, z.B. bei einem Relais. Einheiten: Zoll oder mm.
ist ein Relais auf der Basis eines Reedkontaktes als Schaltelement. Hierbei befinden sich ein oder mehrere Reedkontakte im Inneren der Spule. Durch Anlegen der Nennspannung erzeugt die Spule ein Magnetfeld, wodurch der Reedkontakt schaltet.
ist ein magnetisch zu betätigender Schaltkontakt. Hierbei sind 2 Kontaktzungen hermetisch dicht in ein Glasrohr mit einer Schutzgasfüllung eingeschmolzen.
ist ein in einem Gehäuse gekapselter Reedkontakt mit Anschlusslitzen oder Anschlussstecker. Es gibt verschiedenen Gehäuseformen und verschiede Gehäusewerkstoffe. Reedsensoren werden zumeist als Positionssensoren verwendet.
ist ein elektrisches Schaltelement mit einem Steuerkreis und einem Lastkreis. Steuer- und Lastkreis sind galvanisch voneinander getrennt. Über ein durch eine Spule erzeugtes Magnetfeld wird ein Anker betätigt, der die Kontakte im Lastkreis öffnet oder schließt. Mit einer kleinen Steuerspannung können hierdurch große Spannungen und Ströme geschaltet werden.
spezifiziert die Frequenz, bei der die Kontaktzungen des geöffneten Reedkontaktes zum mechanischen Eigenschwingen neigen und unbeabsichtigt schließen. Durch diese Schwingungen kann auch der Reedschalter dauerhaft geschädigt oder zerstört werden. Sie variiert je nach eingesetztem Reedkontakt. Ein Reedschalter mit einer Glaskörperlänge von ca. 14mm hat z.B. eine Resonanzfrequenz von ca. 5000 Hz.
ist eine Abkürzung für „Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances in electrical and electronic Equipment“. Auf Deutsch: Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Ziel ist der Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt. Dazu zählen zum Beispiel: Blei in Lötverbindungen, Flammhemmer in Kabelisolationen uvm.
S
ist der Abstand im mm zwischen Reedsensor und Betätigungsmagnet, bei dem ein Reedsensor schaltet.
ist die Differenz zwischen dem Einschalt- und Ausschaltpunkt. Sie kann sich auf Schaltabstände beim Reedsensor oder auf Ansprech- und Abfallwerte beim Relais beziehen. Sie kann in mm, V oder als Verhältnis in % angegeben werden.
Die Schaltspannung ist die maximal zulässige Spannung die ein Reedkontakt sicher schalten kann. Diese Spannung darf nicht überschritten werden, auch nicht kurzzeitg.
ist die gemessene Zeit zwischen dem Anlegen der Nennspannung an die Spule und dem Schließen eines Schalters inklusive Prellen.
für Reedkontakt und Reedsensoren schützt Reedkontakte oder Reedsensoren vor Überspannung oder Überstrom.
erzeugt beim Anlegen einer Spannung infolge des Stromflusses ein Magnetfeld. Dieses wird verwendet um Reedkontakte zu schalten (z. B. in einem Relais). Die Wicklung besteht in der Regel aus Kupferlackdraht. Es besteht die Möglichkeit die Wicklung auf einen Spulenträger / Spulenkörper aufzubringen oder als freitragende Spule ohne Spulenkörper auszuführen.
werden mit Kupferdraht bewickelt, zur Erzeugung des Magnetfeldes in einem Relais.
Das Steigrohr oder Gleitrohr ist der Teil an einem Schwimmerschalter, an dem der Magnetschwimmer sich entlang bewegt.
ist die Größe des Elektronenstroms in einem geschlossenen Stromkreis, gemessen in Ampere (Einheit A).
ist der Wechselstrom in einem geschlossenen Stromkreis. Hierbei ändert sich der momentane Wert periodisch (in der Regel folgt er einer Sinuskurve).
ist Gleichstrom der stets in eine Richtung fließt, zumeist erzeugt von einer Gleichspannungsquelle oder einer Batterie.
T
gibt bei magnetischen Werkstoffen die Änderung der Remanenz und der Koerzitivfeldstärke in Abhängigkeit von der Temperatur an.
ist der Strom der noch sicher über einen geschlossenen Kontakt geführt werden kann, ohne dass der Kontakt Schaden nimmt.
U
spezifiziert die magnetische Energie (in AW oder mT), die nach dem Schließen eines Reedschalters addiert wird, um Messungen am Kontakt durchführen zu können. Kontaktwiderstände werden normalerweise mit 25% Übererregung gemessen.
W
bezeichnet einen Strom der seine Richtung und seinen Betrag ständig ändert (von positiv in negativ, oft einer Sinuskurve folgend.
ist ein elektrisches Bauteil, dass den Stromfluss in einem geschlossenen Stromkreis definiert begrenzen kann.